„Hypnose hilft auch, wenn alles andere versagt“  James Braid, schottischer Arzt

Was ist Hypnose?

Hypnose bezeichnet einen Zustand, der auch hypnotische Trance genannt wird. Gleichzeitig ist Hypnose eine Methode – genau genommen eine Vielzahl von Techniken – um einen Menschen aus dem Wachzustand des Alltagserlebens in einen Trancezustand zu führen. In diesem Trancezustand ist der Körper normalerweise sehr entspannt, während sich die Aufmerksamkeit des Klienten auf sein inneres Erleben verlagert und eine erhöhte Ansprechbarkeit des Unterbewusstseins erreicht wird.

Obwohl es den meisten Menschen nicht bewusst ist, sind leichte Trancezustände ein natürlicher Bestandteil unseres Lebens. Fast täglich erleben wir unwillkürlich hypnotische Zustände – beim Lesen eines Buches, beim Anschauen eines Filmes, beim Autofahren. Im Rahmen einer Hypnosetherapie werden Trancen gezielt genutzt. In diesem veränderten Bewusstseinszustand ist der Klient besonders aufgeschlossen für Veränderungen und Lernprozesse und erhält Zugang zu seinen persönlichen Stärken und Potentialen. Die direkte Kommunikation mit dem Unterbewusstsein ermöglicht auf sehr wirkungsvolle Weise das Lösen innerer Blockaden, das Stärken der Willenskraft und eröffnet viele weitere therapeutische Möglichkeiten.

Hypnose gehört zu den ältesten Heilmethoden der Menschheit und die therapeutische Effektivität der Hypnosetherapie gilt in bestimmten Bereichen als wissenschaftlich belegt (der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie verabschiedete am 27. März 2006 ein Gutachten zur Hypnotherapie).

Hypnose setze ich in meiner Praxis auf Wunsch als alleinige Behandlungsmethode oder als Bestandteil in Kombination mit anderen Therapiemethoden ein.

Die Verfahren und Vorgehensweisen, die ich in meiner Arbeit nutze, sind klar von der zu Unterhaltungszwecken gezeigten Bühnenhypnose mit den kurzzeitigen Showeffekten zu unterscheiden. Hypnose in der Therapie ist auf das Wohl des Klienten ausgerichtet und darauf abgestimmt, Lösungswege zu initiieren, Selbstheilungskräfte zu mobilisieren und nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen.

Häufige Fragen zu Hypnose:

Wie fühlt sich Hypnose an?

Der Körper befindet sich meist in einem sehr entspannten Zustand während der Geist wach und klar ist. Das logische Denken ist reduziert und der Zugang zum inneren Erleben – Empfindungen, Gefühlen und inneren Bildern – ist erleichtert. Oft wird mit intensiver Energie das Gewünschte erlebt. Mentale Trainingstechniken im Hochleistungssport machen sich das auch erfolgreich zu Nutze.

Kann jeder Mensch hypnotisiert werden?

Die meisten Menschen sind gut hypnotisierbar, wobei manche innerhalb von Minuten in Trance gehen, während andere erst lernen müssen, ihren Verstand ruhen zu lassen und sich auf die Trance einzulassen. Die Trancefähigkeit kann durch Übung (Meditation, autogenes Training, Selbsthypnose) und durch Wiederholung trainiert werden. Ein relativ kleiner Anteil von Menschen lässt sich kaum hypnotisieren. Erhöhtes Kontrollbedürfnis, Ablehnung der Hypnose oder die Einnahme von Medikamenten können die Trancefähigkeit negativ beeinflussen.

Für wen eignet sich Hypnose?

Von der Hypnose profitieren kann jeder, der eine gesunde Eigenmotivation mitbringt und bereit ist, eine positive Veränderung seines Verhaltens und seiner unbewussten Muster zuzulassen.

Nicht angewendet werden darf Hypnose bei Gegenanzeigen, sogenannten Kontraindikationen. Beim Vorliegen von geistiger Behinderung, Psychosen, Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Epilepsie oder bei an Schizophrenie erkrankten Patienten ist keine Hypnosebehandlung durchzuführen. Nach Herzinfarkt, Schlaganfall, einer Thrombose und Embolie sollte Hypnose erst nach 6 Monaten wieder eingesetzt werden. Bei Kindern und Jugendlichen wende ich Hypnose nur mit ausdrücklicher Genehmigung des gesetzlichen Vertreters an.

Bedenken vor Hypnose?

Wenn man darüber nachdenkt, eine Hypnose in Anspruch zu nehmen, ist es ganz normal, sich Gedanken zu machen, wie weit der Einfluss des Hypnotiseurs reicht und ob man selbst die Kontrolle behält. In den Trancetiefen, die für die therapeutische Hypnosebehandlung genutzt werden, erlebt der Klient die Sitzung durchaus bewusst ohne „ohnmächtig“ zu sein. Sie sind jederzeit ansprechbar und können selbst sprechen. Sollte Ihr Unterbewusstsein eine Suggestion als unpassend oder gegen Ihr persönliches Wertesystem empfinden, wird es die unerwünschte Suggestion automatisch ablehnen und eine Umsetzung verhindern. So sind Ihre inneren Schutzmechanismen immer aktiv und ermöglichen, augenblicklich aus der Trance in den Wachzustand zu kommen, sollten äußere Einflüsse es erforderlich machen.

Wie lange dauert eine Hypnosesitzung?

Hypnosesitzungen dauern je nach Thema und Problematik zwischen 60 und 180 Minuten. Es hat sich in der Praxis bewährt, nicht auf die Uhr zu schauen, sondern eine während der Sitzung auftauchende Blockade sofort zu bearbeiten und so die Lösungsarbeit zu vervollständigen.

Wie viele Hypnosesitzungen sind notwendig?

Wie viele Hypnosesitzungen notwendig sind, um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen und über welchen Zeitraum sich eine Behandlung erstreckt, ist sehr unterschiedlich und abhängig von der Komplexität und Dauer des Problems sowie der Eigenmotivation und Bereitschaft des Klienten, Veränderung geschehen zu lassen. Positive Veränderungen können sich schon nach der ersten Sitzung einstellen. Der Großteil meiner Klienten ist mit einer sehr überschaubaren Zahl von Sitzungen ausgekommen, um ihr individuelles Thema mit Hypnose zu lösen.